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Alle Jahre wieder...

KFZ Versicherung: Ist es sinnvoll jedes Jahr zu wechseln?

Ende des Jahres wird man immer wieder aufs Neue von unterschiedlichen KFZ-Versicherern auf unterschiedlichste Art und Weise, sei es Fernsehen, Radio oder Post, mit Versicherungswerbung überflutet. Doch bevor man sich auf den Erstbesten stürzt, sollte man eruieren ob ein Wechsel überhaupt ratsam ist.

Leistung vs. Preis: Ist teuer immer besser?

Bevor man überhaupt wechselt, sollte man sich bewusst sein, was jedem persönlich bei einer Autoversicherung wichtig ist. Ist es nur der Preis, dann kann man getrost, ohne Rücksicht auf Leistungen, den billigsten Tarif nehmen. Die Qualität macht sich jedoch im Schadensfall bemerkbar.

Mittlerweile ist die "Geiz ist Geil"- Mentalität in punkto Versicherungen zum Glück um Einiges zurückgegangen. Dafür passieren zu viele Schäden jedes Jahr bei denen man spätestens merkt, ob man "gut" versichert ist. Viele billige Tarife haben Bearbeitungszeiten von 24 bis teilweise über 60 Tagen! Wer dies mal am eigenen Leib miterlebt hat, weiß zukünftig eine schnelle Schadensregulierung zu schätzen und ist gerne bereit hierfür ein wenig tiefer in die Tasche zu greifen. 

Selbstverständlich möchte keiner viel zu viel bezahlen, was in den meisten Fällen auch nicht nötig ist, aber einige wichtige Punkte sollten bei der Autoversicherung berücksichtigt werden: Doch diese kosten natürlich ihren Preis.

Ein weiterer Punkt der vielen Versicherten wichtig ist, ist die persönliche Betreuung bzw. die Möglichkeit im Schadensfall eine "reale" Person zu sprechen. Dies funktioniert jedoch nicht bei sogenannten Direktversicherern. Diese sind zwar sehr günstig, sparen aber an der Manpower, indem alles telefonisch oder online geregelt wird.

Ein Wechsel der KFZ-Versicherung macht durchaus Sinn, aber nur wenn das Preis-Leistungs-Verhältnis weiterhin stimmt. 

Wenn die Autoversicherung im nächsten Jahr sehr viel teurer wird?

Viele Versicherer sind auch im folgenden Jahr gezwungen ihre Beiträge für eine Vielzahl an Fahrzeugen anzupassen. 

Wenn man bereits Post von seinem Versicherer erhalten hat, dass der eigene Tarif zum Jahreswechsel erheblich teurer wird, sollte man sich durchrechnen lassen, ob ein günstigerer KFZ-Tarif (mit gleichwertigen Leistungen) auf dem Markt zu bekommen ist. Der Wechsel selber ist dann sehr einfach, vorausgesetzt man hält die Kündigungsfristen ein. Diese betragen vier Wochen nach Zugang der Beitragsanpassung.

Achtung: Kündigungsfristen nicht mehr einheitlich zum Jahresende

Autor Autor:

Alexandra Fijor
Teamleitung


Veröffentlicht am 21.11.2016
Früher war der 30. November der reguläre Stichtag bis zu dem die Kündigung beim aktuellen Versicherer vorliegen musste, um einen Wechsel des Autoversicherers zum Januar durchzuführen. Daran halten sich einige Versicherer nicht mehr. 
Daher sollte man prüfen, wenn man ohne Beitragserhöhung wechseln möchte, welche Kündigungsfristen der aktuelle Tarif aufweist. HDI beispielsweise wählt als Kündigungstermin den Vertragsbeginn. Das bedeutet: Hat man ab 02. Mai sein Auto über den HDI versichert endet der Vertrag auch erst am 02. Mai des Folgejahres. In dem Fall hat man keine Hektik zum Jahresende und kann sich in Ruhe um seine Weihnachtseinkäufe kümmern. Die Kündigung sollte dann aber bis einen Monat vor Vertragsende an den Versicherer gesendet werden.
Ein Fax an den Versicherer mit Sendebericht ist hierbei auch heute noch die sichere Wahl. 

Im Schadensfall ist Geiz nicht mehr Geil!

Zusammenfassend kann man festhalten: Eine unabhängige und detaillierte Beratung ist auch im Bereich KFZ-Versicherung mittlerweile unabdingbar, denn auch hier gibt es viele Ecken und Kanten an denen man sich später stoßen kann - mit dem Versicherer oder bei einem Schaden am lieben Fahrzeug.

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